• Sie sind hier:
  • Startseite »  
  • Service »  
  • Kompetenzraster als pädagogische Umsetzungshilfe zum Bildungsplan 2016

12.01.2017

Kompetenzraster als pädagogische Umsetzungshilfe zum Bildungsplan 2016

Informationsveranstaltung zum analogen und digitalen Unterstützungspaket am 15. Dezember 2016

Seit Beginn des Schuljahres 2016/2017 bietet das Landesinstitut für Schulentwicklung ein umfassendes Unterstützungspaket zur Umsetzung des neuen Bildungsplans an. Im Zentrum stehen Kompetenzraster, die in schülergerechter Sprache einen komprimierten Überblick über die Kompetenzbeschreibungen der Bildungsstandards geben. Den einzelnen Kompetenzen bzw. Teilkompetenzen können gezielt Lernmaterialien zugeordnet und dadurch ein nach Kompetenzen strukturierter Materialpool aufgebaut werden, der auch Lernenden zugänglich gemacht werden kann. Durch Zuweisung und Selbstauswahl kann geeignetes Lernmaterial ausgewählt werden, so dass dadurch sowohl individuelle Förderung als auch Selbstorganisation und Selbstwirksamkeitserfahrung unterstützt und gestärkt werden. Darüber hinaus können Kompetenzraster als Beurteilungsinstrumente genutzt werden. Sie bieten eine strukturierte Grundlage für individuelle Lernentwicklungsgespräche mit Lernenden und Eltern.

Dr. Claudia Hartmann-Kurz präsentierte im ersten Teil der Informationsveranstaltung diese unterschiedlichen Aspekte der individuellen Lernprozessbegleitung in ihrer pädagogisch-konzeptionellen Bedeutung im Allgemeinen. Die Umsetzung in der Praxis für das Fach Englisch stellte Sybille Hoffmann dar.Der zweite Teil der Veranstaltung widmete sich der digitalen Lernprozessbegleitung. Seit diesem Schuljahr stehen digitale Instrumente zur Bearbeitung von Kompetenzrastern, Zuweisung undSelbstauswahl von Lernmaterial, Verteilung im Wochenplan, digitale Lösungseinreichung, Erfassung von Bearbeitungsständen und Kompetenzerreichungen sowie zur Erstellung von Lernentwicklungsberichten (für die Gemeinschaftsschule) zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen technischen Voraussetzungen an den Schulen werden die digitalen Werkzeuge der Lernprozesse als frei kombinierbare Module angeboten. Grundlage ist die Lernplattform Moodle, die um entsprechende Funktionen erweitert wurde. Eva Müller zeigte live, wie Schülerinnen und Schüler in Klassen mit Tablet-Ausstattung mit einer App arbeiten, die auf die Moodle-Daten zugreift..

Eine konstruktive Zusammenarbeit wird durch digitale Instrumente deutlich vereinfacht. Innerhalb einer Schule oder auch zwischen mehreren Schulen können über die Datenbank KOMET Materialien und Konzepte in selbsterstellten Kompetenzraster eingebaut und ausgetauscht werden. Reinhard Bayer wies in seinem Vortrag ausdrücklich darauf hin, dass die vom Landesinstitut für Schulentwicklung erarbeiteten Kompetenzraster und die dazugehörigen Lernmaterialien als Beispiele zu verstehen sind und von Schulen und einzelnen Lehrkräften unkompliziert an die Erfordernisse vor Ort angepasst werden können.

Flankiert wird die Einführung der digitalen Lernbegleitung durch Lehrkräftefortbildungen, die regional angeboten werden oder als schulinterne Veranstaltungen gebucht werden können. Die technische Basis bildet das baden-württembergische Forschungsnetz BelWü.

Viele der 70 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kultusministerium, den Regierungspräsidien, den Staatlichen Schulämtern, den Seminaren, Schulleitungen und Lehrerverbänden regten an, zur Entwicklung weiterer Kompetenzraster, zur Erarbeitung von Material und zum Ausbau des Konzepts für die Schul- und Unterrichtsentwicklung auch in Zukunft vertiefende Workshops anzubieten. Ein Anstoß, den das Landesinstitut für Schulentwicklung in die Konzeption seiner Angebote aufnehmen wird.

Kompetenzraster

Fußleiste