Entwicklung neuer Bildungspläne für berufliche Gymnasien

Auftakt des Megaprojekts „BP 2021“ für die beruflichen Gymnasien im LS

Am 28. September fand im Landesinstitut für Schulentwicklung (LS) die ganztägige Auftaktveranstaltung zur Entwicklung neuer Bildungspläne für die beruflichen Gymnasien statt: Im Schuljahr 2021/22 sollen an allen Profilen der beruflichen Gymnasien über 90 neue Bildungspläne in Kraft treten. Deren Entwicklung und Ausarbeitung wird vom LS im Auftrag des Kultusministeriums koordiniert und durchgeführt. Im Rahmen dieser Auftaktveranstaltung begrüßte der Direktor des LS, Dr. Günter Klein, den Staatssekretär Volker Schebesta MdL, den für die beruflichen Schulen zuständigen Abteilungsleiter im Kultusministerium, Klaus Lorenz, und die rund 200 Mitglieder der Bildungsplankommissionen. Diese bestehen aus den Kommissionsleitern des LS, erfahrenen Fachlehrern, Fachberatern der Regierungspräsidien sowie Ausbildern der Seminare für Didaktik und Lehrerbildung.

Staatsekretär Volker Schebesta MdL referierte kenntnisreich über Gegenwart und Zukunft der beruflichen Gymnasien und hob deren besondere Bedeutung für das Schulwesen Baden-Württembergs hervor. Ministerialdirigent Klaus Lorenz erläuterte und begründete anschließend die Leitziele der Bildungsplanarbeit vor dem Hintergrund sich wandelnder Herausforderungen. Am Nachmittag gingen die 21 Kommissionen bereits in medias res, sodass am Ende dieses informativen Tages bereits die Aufgabenverteilung, die Terminplanung und erste Arbeitspakete für eine erfolgreiche Entwicklung neuer Bildungspläne in den nächsten Monaten und Jahren feststanden.

Das Projekt läuft unter der Prämisse „Bildungspläne aus einem Guss“: Dies wird zum einen dadurch verwirklicht, dass systematisch auf den neuen Bildungsplänen der allgemein bildenden Schulen aufbaut wird, deren Absolventen erstmals 2021 in die Oberstufe der dreijährigen beruflichen Gymnasien eingeschult werden; zum andern aber auch durch die enge Kooperation und Abstimmung der verschieden Fachkommissionen untereinander.

Die organisatorischen Rahmenbedingungen erläuterte Dr. Veronika Nölle, die Leiterin des Referates „Berufliche Gymnasien“ im Kultusministerium. Die Leitziele der Schulart bleiben weiterhin unberührt: das Erreichen der Studierfähigkeit, dem Erwerb aktueller Kompetenzen sowie die Vorbereitung auf das Leben in einer sich dynamisch wandelnden, pluralistischen und demokratisch verfassten Gesellschaft. Gleichzeitig werden aktuelle Herausforderungen berücksichtigt, bspw. die Digitalisierung und die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft.

Das stark differenzierte Angebot dieser laut „PISA-Papst“ Prof. Jürgen Baumert „intelligenten Schulart“ bleibt bestehen, um weiterhin für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler maßgeschneiderten Lösungen anzubieten. Schebesta verwies vor allem auf die im bundesweiten Vergleich einzigartige Bedeutung des beruflichen Gymnasiums und betonte, an die Lehrerinnen und Lehrer gewandt, ihre Rolle als Expertinnen und Experten für die Weiterentwicklung der Schulart zu einem Gütesiegel auf dem Arbeits- und Hochschulmarkt.



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