Sicherheit im Unterricht

Bildende Kunst


Aus dem Bildungsplan

"Das Fach Bildende Kunst fördert umfassend schöpferische Kräfte und ästhetische Sensibilität. Kunstunterricht zielt auf die Entwicklung der praktischen Gestaltungsfähigkeiten und Ausdrucksmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern, fördert ihre Wahrnehmung, die Entfaltung imaginativer Fähigkeiten und eine ästhetisch-forschende Grundhaltung. In gleichem Maße ist die Auseinandersetzung mit der sichtbaren und gestalteten Umwelt, mit historischen und zeitgenössischen Bildmedien sowie deren Konstruktion von Wirklichkeit ein zentrales Anliegen des Faches und Grundlage eines modernen Bildverständnisses."
(Bildungsplan 2016 Bildende Kunst)

Im Kunstunterricht haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit mit unterschiedlichen Materialien und Techniken Bilder zu gestalten und plastische Werke zu schaffen. Sie entwickeln Plastik als Gestaltung von Vorstellung und Anschauung oder gestalten Bilder mit verschiedenen malerischen Mitteln und Maltechniken. Dabei verwenden sie auch selbst hergestellte Malmaterialien, erproben Werkzeuge und deren Wirkung und setzen diese differenziert und gezielt ein. Das eigene gestalterische Tun sowie das Sammeln von Erfahrungen durch gestaltende Handlungsmöglichkeiten und Aktionsformen sind im Fach Bildende Kunst fest verankert. Das schöpferische Gestalten mit verschiedenen Materialien (beispielsweise Ton,  Holz, Gips) unter sicherer Verwendung von Werkzeugen und ggf. Maschinen ist im Kunstunterricht möglich.

Um Lehrkräfte bei der sicheren Umsetzung der fachpraktischen Arbeiten von Schülerinnen und Schülern im Unterricht zu unterstützten, sind auf dieser Seite wichtige Informationen und hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Zum Bildungsplan 2016



Zu inhaltlichen Fragen und weiteren Maßnahmen zur Förderung der Schulkunst können Sie sich an das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Außenstelle Ludwigsburg wenden.

Allgemeine Informationen

Weitere Informationen und Materialien zu verschiedenen Themen

Rechtliche Vorgaben


Allgemeine Informationen

Im Fach Bildende Kunst werden ggf. Gefahrstoffe bzw. Produkte, welche Gefahrstoffe enthalten und mit Gefahrstoffpiktogrammen gekennzeichnet sind (u. a. Reinigungsmittel oder Lösungsmittel, Farben, Lacke, Klebstoffe, die im Handel erhältlich sind), Materialien mit Gefährdungspotenzial (u. a. Holzstaub ausgewählter Hölzer, Gips) und Arbeitsmittel (Werkzeuge, ggf. Maschinen) eingesetzt.
Der sichere Umgang mit diesen Stoffen, Produkten und Arbeitsmitteln zum Schutz aller am Unterricht Beteiligten werden durch rechtliche Vorgaben geregelt. Eine Zusammenstellung von rechtlichen Vorgaben finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Lehrkräfte unterstützen das sichere und altersgerechte fachpraktische Arbeiten zudem durch Substitution, also durch Stoffe, Produkte und Arbeitsmittel sowie Auswahl geeigneter Materialien, mit denen mögliche Gefährdungen geringer gehalten werden können. Vor Aufnahme von fachpraktischen Arbeiten, insbesondere mit Produkten, welche mit Gefahrstoffpiktogrammen gekennzeichnet sind, werden tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt (und dokumentiert) sowie Unterweisungen vorgenommen. Dabei werden die Herstellerhinweise (Anwendung, Entsorgung usw.) auf dem Produkt und dem beigelegten Sicherheitsdatenblatt sowie der Betriebsanweisung beachtet. 

Informationen zu Gefahrstoffen sind auf dem Informationsportal des Kultusministeriums unter www.gefahrstoffe-schule-bw.de zusammengestellt.




Weitere Informationen und Materialien zu verschiedenen Themen

  • Informationen im Portal www.lis-zkis.de
    Im Zentrum für Bildende Kunst und Intermediales Gestalten Stuttgart ZKIS beim Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Außenstelle Ludwigsburg
     
  • Fachraum Bildende Kunst, Werkraum Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bietet unter www.sichere-schule.de u. a. Informationen zur Einrichtung eines Fachraumes für Bildende Kunst. Landesspezifischen Anforderungen von Baden-Württemberg zu beachten und mit einzubeziehen.

  • Lösungsmittel, Gefahrstoffe
    Stoffe, die als Gefahrstoffe einzuordnen  und als solche zu behandeln sind, sowie Hinweise zum  Umgang mit Gefahrstoffen  finden Sie u. a. hier
    DGUV-Information 113-018 "Regel - Unterricht in Schulen mit gefährlichen Stoffen" (bisher: BG/GUV-SR 2003) und in der zugehörigen Stoffliste (siehe rechtliche Vorgaben).
    Teil I und Teil III

  • Entsorgung von Gefahrstoffen - NEU -
    Informationen zu einem möglichen Entsorgungskonzept sind auf dem Gefahrstoffportal www.gefahrstoffe-schule-bw.de des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport zusammengefasst. 
    Weitere Informationen auch auf Sichere Schule (Angebot der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), hier sind die landesspezifischen Anforderungen von Baden-Württemberg zu beachten und mit ein zu beziehen).
  • Informationen zu verschiedenen Themen wie Keramik, Papier, Bohren, Werkraum usw. finden Sie hier
    Präventionsportal 
  • Speckstein
    Informationen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua)
    siehe auch DGUV-Information 113-018, I-1.7 sowie Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht (RiSU) als Orientierungshilfe:
    "[...] Speckstein   ist   ein   natürliches   Mineral   mit   einer   inhomogenen   Zusammensetzung. Untersuchungen  von  Materialproben  haben  gezeigt,  dass  handelsüblicher  Speckstein Asbest enthielt. Dies war in erheblichen Umfang auch bei Specksteinproben der Fall, für die  die  Lieferanten  Asbestfreiheit  zertifiziert  hatten."
    Weitere Informationen zu Speckstein finden Sie unter www.lis-zkis.de.
  • Arbeiten mit Gips
    In der Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht (RiSU), Empfehlung der Kultusministerkonferenz, wir die Arbeit mit Gips als Beispiel  für eine Tätigkeit  mit  geringer  Gefährdung  in  der  Schule angegeben. Beachten Sie dazu die Hinweise, die zusätzlich für diese Art von Tätigkeiten in der RiSU gegeben werden.
  • Weitere Informationen  Sichere Schule
    zum Beispiel zur Ausstattung im Unterrichtsraum oder zur sicheren Aufbewahrung von Lösungsmitteln finden Sie beim Angebot der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, hier sind die landesspezifischen Anforderungen von Baden-Württemberg zu beachten und mit ein zu beziehen
  • Verhalten in Fachräumen
    In Fachräumen wie dem Technikraum oder Werkraum ist ein verantwortungsvolles Verhalten Voraussetzung, da in diesen Räumen besondere Sicherheitsbedingungen geschaffen werden müssen (Umgang mit Maschinen, Geräten usw.). Dies gilt sowohl für den Aufenthalt als auch für Arbeiten in diesen Fachräumen. Ein Informationsangebot bietet das niedersächsische Kultusministerium auf den Seiten "Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren". Die landesspezifischen Anforderungen von Baden-Württemberg sind zu beachten und mit ein zu beziehen.
    Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bietet beispielhaft eine Werkraumordnung zur Orientierung an.

  • Gefährdungen im Kunstunterricht
    Das niedersächsische Kultusministerium hat auf den Seiten "Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren" verschiedene Arten von Gefährdungen im Kunstunterricht übersichtlich zusammengestellt, diese können zur Orientierung dienen. Die landesspezifischen Anforderungen von Baden-Württemberg sind zu beachten und mit ein zu beziehen.
    Gefährdungen
    Maßnahmen
    Checklisten
  • Arbeiten mit Federn oder Fell
    Falls im Kunstunterricht mit Werkstoffen umgegangen wird, welche von Tieren stammen (beispielsweise Fell oder Federn), so sind ggf. die Bestimmungen und Regelungen der Verordnung zur Neufassung der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit Biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffverordnung) anzuwenden.
    Hinweise zur Verwendung von Federn oder Fell erhalten Sie auch in den fächerbezogenen Hinweisen und Ratschlägen - Biologie der Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht (RiSU), Empfehlung der Kultusministerkonferenz oder unter Sichere Schule.



Rechtliche Vorgaben

Eine Auswahl rechtlicher Vorgaben ist im Folgenden zusammengestellt.

DGUV-Regel 113-018 "Unterricht in Schulen mit gefährlichen Stoffen" (bisher: BG/GUV-SR 2003)
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) August 2010
Die Regel, sowie die zugehörige Stoffliste (DGUV Information 213-098) können als Arbeitshilfen dienen. Bisher geltende Verwendungsverbote für bestimmte Stoffe an Schulen in Baden-Württemberg (z. B. Pikrinsäure) bleiben davon unberührt.

Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht  (RiSU)
Empfehlung der Kultusministerkonferenz KMK, Februar 2016
Obwohl die „Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht“ (RiSU) in Baden-Württemberg vom Kultusministerium nicht für die Schulen verbindlich erklärt wurde, kann diese als Arbeits- und Orientierungshilfe herangezogen werden. Ein Rechtsanspruch ist hieraus jedoch nicht abzuleiten.

Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln  (Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV)
Die Betriebssicherheitsverordnung regelt die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Beschäftigten bei der Verwendung von Arbeitsmitteln.

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